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Marcus und Jörg - Birdy die Erste! PDF Drucken E-Mail

Freitag 6. April 2007 - es ist Zeit, daß unsere Birdys endlich Asphalt unter den Reifen spüren.

 

Eigentlich hatten wir zuerst garkein Ziel zu dem wir fahren sollten, aber mit einem Radfalter ist schließlich der Weg das Ziel. Unsere Tour sollte uns und unsere Radfalter in die schöne Pfalz führen. Startpunkt war Büchenau bei Bruchsal, von wo aus wir Richtung Karlsruhe fuhren - natürlich nicht ohne ein Tourstart-Foto zu machen.



Das Wetter war auf unserer Seite und so radelten wir ohne Gegenwind und mit viel Sonne über Staffort nach Stutensee-Blankenloch. Von dort aus über die kerzen gerade Stutenseer Allee schnur stracks bis zum Stadion des zukünftigen badischen Erstlegisten. Dem Radweg rechts des Adenauer Rings folgten wir ca. 100 Meter und wechselten dann hinüber auf die gegenüber liegende Straßenseite, um ans Karlsruher Schloß zu kommen. Geschafft! Jetzt hatten wir uns eine kleine Erholungspause im Schloßpark verdient - der kleine Entenweier war genau die Richtige "Location".

"Wer rastet der Rostet", stand schon als Text unter einer kleinen geschäftigen Porzellanfigur, die im Wohnzimmerregal meiner Oma stand und das war, trotz Entenweier, auch unsere Dewiese. Also rauf auf den Sattel und rein in die Pedale! Nach der Waldstraße und der Kaiserstraße flog auch die Kaiserallee unter unseren Radfaltern davon, nur gebremst von Marcus' kleinem Sportwägelchen - natürlich in General Lee Verkehrsorange RAL 2009 - nicht faltbar auch sicher ähnlich sportlich wie sein Birdy. Nicht ablenken lassen, weiter über die Rheinstraße beim Entenfang in Richtung Daxlanden. Endlich fing der gemütliche Teil der Karlsruhe-Etappe an: Die Alb.



Der Alb folgten wir, bis sie von der Daxlander Straße überspannt wird. Also hoch auf die Brücke und rüber über die Kreuzung - links der Daxlander Straße, durch ein ruhiges Wohngebiet fuhren wir dann bis uns die nächste Kreuzung nach rechts auf den Waidweg führte. Immer gerade aus, am Stromumspannwerk vorbei und über Wald- und Feldwege zum Rheindamm, der uns schließlich zum Zollhaus in Neuburgweier führte. Das Zollhaus ist direkt an der Rheinfähre gelegen und bietet dem Radfalter (und auch allen anderen) alleirlei leckere und Durstlöschende Köstlichkeiten - vom Erdbeerkuchen mit Sahne bis zum isotonischen Weizenbier. Apfelschorle getrunken, Nucki-Nuss gegessen, Bewunderung geerntet - jetzt war es Zeit die Pfalz zu entern.



In der Pfalz freuten wir uns über die gute Radwegbeschilderung. So war es recht einfach den Weg über Neuburg am Rhein über die Kehlstraße und den Bruchweg Richtung Leimersheim zu finden. Der Weg war wunderbar, das Wetter immernoch mehr als sonnig und langsam hegte Marcus dann auch den Verdacht, dass Sonnencreme vor der Tour nicht die schlechteste Idee gewesen wäre. Egal, schließlich passte sein Hautton so besser zu seinem Birdy und wie jeder spätestens seit der Hornbach Baumarkt Werbung weiß: "Das einzige das beim Projekt zähl, ist das Projekt". Also weiter geht's, schließlich mussten wir die Fähre rechtzeitig erreichen und wir wussten ja nicht wann die letzte abfuhr. Entlang des Rheins führte uns der asphaltierte Radweg vorbei an Wörth, dem DaimlerChrysler Gelände und dessen Kontainerhafen weiter Richtung Leimersheimer Fähre.



Kurz nachdem wir Wörth passiert hatten, wurde unser Vorwärtsdrang von einem Warnschild gestoppt: "Umleitung für Fußgänger, Radfahrer und Inline-Skater", wegen Ausbau des Rheinhauptdeiches. Oh je, mit der Umleitung über Neupotz nach Leimersheim schaffen wir es niemals rechtszeitig zur Fähre und zurück nach Baden - wir sahen uns schon auf dem Rathaus in Landau sitzen, um die pfälzische Staatsbürgerschaft zu beantragen. Aber moment, auf dem Schild stand ja "Umleitung für Radfahrer", da stand nicht "für Radfalter" - ein Freibrief, also volles Risiko!



Unsere Entscheidung war die Richtige. Der Ausbau des Rheinhauptdeiches war schon so weit fortgeschritten, dass unser einziges Hindernis der frische Rollsplit auf der neu ausgebauten Straße war - die Chance die Fähre rechtzeitig zu erreichen stieg. Und tatsächlich, dank ordentlich "Fett" auf den Pedalen waren unsere Oberschenkel zwar etwas weicher als sonst, aber wir hatten die letzte Fähre noch rechtzeitig erreicht - 5 Minuten bevor sie abgelegt hätte :-)
Jetzt nur noch übersetzten und dann das kurze Stück über die Leopoldstraße nach Leopoldshafen zu Eis Lucá, für ein Abschlußeis. In Eggenstein endete unsere Tour nach ca. 5,5 Stunden im Sattel, 1 Stunde im Biergarten / Eisdiele und etwa 60 km Wegstrecke (letzteres können wir in Ermangelung eines Fahrradcomputers nur schätzen). Schön war's!




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