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Ein tolles Erlebnis Föhr alle Radfalter/-innnen PDF Drucken E-Mail

Sommer 2006 - mein 30. Geburtstag steht bevor - Steffi und ich feiern auf der Nordseeinsel Föhr

 

Um uns ein wenig mit der Insel vertraut zu machen, hatten wir uns für eine geführte Inselrundfahrt entschieden.
Rundfahrt natürlich mit unseren Radfaltern, denn die Birdys hatten wir uns selbstverständlich ins Auto gepackt bevor wir
in Richtung Norden gestartet waren. Die Inselrundfahrt wurde von der Schutzstation Wattenmeer organisiert und ein
freundlicher Zivildienstleistender - meine Eifersucht hat mich seinen Namen schnell vergessen lassen - war unser kundiger Tourguide.

Treffpunkt und gleichzeitig Start der Tour war in Wyk - Aussichtspunkt Südterrasse am Nordseekurpark.
Von dort aus ging es los in Richtung Nieblum. Das <Nie> in Nieblum steht für Nie daran vorbei gehen. Nieblum, mit seinem 
wunderschönen Dorfkern wurde mehrfach zum schönsten Dorf gewählt und das, wie wir finden, aus gutem Grund.
Wunderschöne Friesenhäuser und Linden-Alleen sind ebenso beeindruckend wie der im 13. Jahrhundert erbaute
Friesendom St. Johannis auf dessen Friedhof, eingemeißelt in die Grabsteine verstorbener Seefahrer und Walfänger,
deren Lebensgeschichten zu lesen sind.

 

Gestärkt von einem wunderbar cremigen, original dänischen Softeis - natürlich in einer frisch gebackenen Waffel. Schwingen wir uns wieder in die Sättel unserer Birdys. Wolkenlos blauer Himmel und die strahlende Juni-Sonne
begleiten uns auf dem Weg von Nieblum, über Nieblum-Goting, Witsum, Utersum, Klein- und Groß-Dunsum über Oldsum hin zur Lembecksburg.

Den landschaftsbeherrschenden Ringwall mit seinem 95m messenden Burginnenraum schützt ein etwa 10m hoher Wall, der im Süden durch ein Tor unterbrochen ist. Bei den 1951/52 durchgeführten Grabungen im Burginnenraum wurden Hausgrundrisse freigelegt, die den Ringwall in die Wikingerzeit (9/10.Jahrh.) datieren. Eine frühere Besiedlung der Flächen belegen Funde aus der Jungsteinzeit(um 2500 v.Chr.Geb.) und der älteren Kaiserzeit ( um Chr.Geb.). Im 14.Jahrhundert erhielt die Burg ihre heutige Gestalt, 1362 wurde der Ritter Klaus Limbeck vom dänischen König Waldemar Atterdag mit den Inseln Föhr, Sylt und Amrum belehnt. Nach Zwistigkeiten belagerte 1374 Waldemar mit verbündeten Friesen die Burg und vertrieb Limbeck. Nach König Waldemars Tod (1375) schloß seine Tochter, Königin Margareta ("Schwarze Margaret"), mit Limbeck Frieden. So bewohnte nun dessen Vogt Christian Freliefson die Burg; dieser führte ein strenges Regiment, gegen das die Föhrer sich oftmals durch Belagerung zu wehren wußten. Nach dem Ritter Limbeck wird die Burg heute noch Lembecksburg genannt.



Nach dieser beindruckenden Besichtigung fuhren wir weiter über Borgsum, Alkersum und Milum, vorbei an Oevenum
und der Wrixumer Mühle in Wrixum zurück nach Wyk wo unsere ca. 5 Stündige Tour endete. Als kleines Andenken und
als Geburtstagsgeschenk hat mir die brennende Juni-Sonne einen saftigen Sonnenbrand verpasst - im Laufe des Urlaubs
hatte sich die Haut auf meiner Nase in 3. Generation geschält... Radeln auf Föhr ist gut - aber Sonnencreme tut Not!!


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