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15 Jahre riese und müller PDF Drucken E-Mail

Tag der offenen Tür am 17.05.2008

Zum 15 jährigen Firmenjubiläum luden Heiko Müller und Markus Riese Kunden und Hauptlieferanten nach Darmstadt ein, aber auch Interessenten waren herzlich willkommen, sich bei jeder Menge Programm und Informationen einen Überblick über das gefederte Radfahren zu verschaffen. Dabei war der Tag der offenen Tür nicht nur dem bekannten Radfalter Birdy von riese und müller gewidmet, sondern auch diejenigen, die sich für hochwertige Räder wie das Avenue, Culture, Homage, Delite oder das Intercontinental begeistern kamen auf ihre Kosten. Auf dem Firmengelände und rund herum konnte man die verschiedenen Modelle ausgiebig Probe fahren und wer wollte konnte auch gleich das Objekt seiner Begierde kaufen.

Auch ich, Jörg von Radfalter.net, fuhr zusammen mit Frank nach Darmstadt, denn wir wollten uns diesen Event nicht entgehen lassen. An zahlreichen Ständen im Innenhof des Firmengeländes von riese und müller konnte man sich bei Vertretern der Hauptlieferanten, wie z. B. Schwalbe, Rohloff, SON, Feine Räder e. V., Paul-Lange, Zwei, Busch & Müller, etc. über die neuesten Produkte und Innovationen informieren. Aber wohin mit den ganzen eingekauften Dingen? Auch dafür fand sich eine Lösung, denn die Space-Vans der Firma SpaceCamper zeigten eindrucksvoll, wie man aus einem Van ein RAUMschiff machen kann.



Bei Technik-Workshops gaben die Werkstatt-Profis Reparatur- und Wartungstipps und bei einer Firmenbesichtigung mit Heiko Müller oder Markus Riese konnte man mehr über die internen Abläufe bei reise und müller lernen. Wer hätte denn gedacht, dass Maßstäbe in Sachen Qualität bereits beim Laufradbau gesetzt werden – hier bedient man sich der Geschwindigkeit von Maschinen, verzichtet aber nicht darauf auch noch die letzte Speiche von erfahrenen Mitarbeitern prüfen zu lassen. Neben dem Laufradbau bekamen wir auch Einblicke in die Montage der hochwertigen Räder. Heiko Müller schilderte uns die Anfänge, wo auf Messen der Prototyp des Birdy vorgestellt wurde und sich ein Taiwanese mit den Worten „I want to build this bicycle…“ interessiert gezeigt habe. Die damals entstandene Lieferantenbeziehung bestehe übrigens bis heute, so Heiko Müller. Über die Verpackung und das Lager gelangten wir in den Keller zur Versandabteilung. Hier können Speditionen und Paketdienste auch bei schlechtestem Wetter die Räder im Trockenen einladen.



Neben den zahlreichen Workshops konnte sich die interessierten Gäste auch auf dem Fahrrad verknügen, denn es gab organisierte Radtouren, die einem Darmstadt und den Odenwald näher brachten. Die drei angebotenen Touren waren: Tour 1: Darmstädter Sehenswürdigkeiten (ca. 15 km), Tour 2: Genussradeln durch Darmstadts Umgebung (ca. 30 km) und Tour 3: Odenwald light – sportlich, aber dennoch zum Genießen (ca. 50 km). Während sich z. B. Jan der Tour 3 angeschlossen hatte, wählten Frank und ich die Tour 1. Dabei wurden uns von zwei charmanten Fremdenführerinnen des Darmstädter Stadtmarketing die Sehenswürdigkeiten der Stadt näher gebracht. Wir sahen den Luisenplatz mit dem Ludwigsmonument, die Russische Kapelle und den Hochzeitsturm und wer wollte, konnte auf der Mathildenhöhe bei herrlichem Wetter einen Kaffee genießen. Highlight war aber wohl für alle die sog. Waldspirale ein Wohnkomplex, gestaltet vom Wiener Künstler Friedensreich Hundertwasser.



Wieder zurück am Firmensitz konnte man sich mit Grillwürstchen, Steaks, Salaten, Kuchen und Getränken stärken und anschließend an einem Wettbewerb für die Fahrräder von riese und müller teilnehmen. Hier hatten auch diejenigen eine Chance zu gewinnen, die sich vorher nicht ausmahlen konnten, einen Preis für Ihr Fahrrad zu erhalten. Die Jury um Markus Riese und Heiko Müller ließ die stolzen Besitzer ihre Zweiräder bereitstellen und entschied – unter Ausschluss der Öffentlichkeit – über die würdigen Gewinner. Dabei zeigte die Jury auch Fantasie bei der Wahl der Kategorien, denn wenn ein Fahrrad mal nicht in die vorgegebenen Award Winning Kategorien passte, wurden kurzer Hand neue Awards aus der Taufe gehoben.

So gewann Jan den Preis für die weiteste Anreise (er war extra aus Holland gekommen, um an dem Wettbewerb teilzunehmen ;-)). Der Preis für das individuellste Fahrrad ging an Hartwig, er mit seinem 1995er Birdy Elox und viel Liebe zum Detail diese Kategorie haushoch gewann. Das leichteste Fahrrad wog gerade mal 10,7 kg, von Markus Riese persönlich überprüft (ein Birdy Speed). Das älteste Fahrrad war auch ein Birdy, gewann aber nur einen Trostpreis, weil Mitarbeiter/innen selbst verständlich vom Wettbewerb ausgeschossen waren (gegönnt haben wir ihr den Preis aber trotzdem).

Den Scheckheft-Award für das sauberste Fahrrad gewann ein 1997er Birdy Touring mehr als verdient, denn dessen original Lackfinish war so wunderschön und makellos dass es eine wahre Freude war (vom plüschigsten Sattel des Wettbewerbs ganz abgesehen). Den Award für das benutzteste Fahrrad gewann ein schwarzes Delite mit Reiseausstattung und jeder Menge Erfahrung. Mit meinem Birdy White fuhr ich nur dicht am Award für das schönste Fahrrad vorbei, durfte mich dann aber doch noch über den hoch dotierten Adapter-Award freuen (KLICKfix, MKS Steckpedalen, etc. sei es gedankt). Der Award für das schönste Fahrrad ging diesmal an Jan, der mit seinem schwefelgelben Radfalter und vielen „auf den zweiten Blick“-Details überzeugen konnte (da waren z. B. der Expeditionsgepäckträger und die Schutzblechstreben in Rahmenfarbe gepulvert, gelbe Kabelbinder und farblich abgestimmte Schraubenkopfabdeckungen, um nur einige zu nennen). Wir sind gespannt, ob Jan in Zukunft seinen Radfalter mit einem gelben Bügelschloss vor unerwünschten Ausflügen bewahrt.



Abschließend möchte ich Franks Birdy Red gedenken, das heute seine letzte Tour mit Frank hatte und in Zukunft die Gegend um Bruchsal erkunden wird und Antje hoffentlich viel Freude bereitet. Vielen Dank auch noch mal an Jan: Du hast mir mit Deinem Geschenk eine sehr große Freude bereitet – hast Recht, es passt wirklich wunderbar zu meinem Birdy :-)). Danke auch an das Team von riese und müller für den schönen Tag in Darmstadt und die vielen Einblicke. Bis zum nächsten Mal und allen Birdy-Freunden, die dabei sind, wünsche ich schon jetzt viel Spaß in Berlin! Gruß Jörg


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