Zum 15 jährigen Firmenjubiläum luden
Heiko Müller und Markus Riese Kunden und Hauptlieferanten nach Darmstadt ein,
aber auch Interessenten waren herzlich willkommen, sich bei jeder Menge
Programm und Informationen einen Überblick über das gefederte Radfahren zu
verschaffen. Dabei war der Tag der offenen Tür nicht nur dem bekannten
Radfalter Birdy von riese und müller gewidmet, sondern auch diejenigen, die
sich für hochwertige Räder wie das Avenue, Culture, Homage, Delite oder das
Intercontinental begeistern kamen auf ihre Kosten. Auf dem Firmengelände und
rund herum konnte man die verschiedenen Modelle ausgiebig Probe fahren und wer
wollte konnte auch gleich das Objekt seiner Begierde kaufen.
Auch ich, Jörg von Radfalter.net, fuhr zusammen mit Frank nach Darmstadt, denn
wir wollten uns diesen Event nicht entgehen lassen. An zahlreichen Ständen im
Innenhof des Firmengeländes von riese und müller konnte man sich bei Vertretern
der Hauptlieferanten, wie z. B. Schwalbe, Rohloff, SON, Feine Räder e. V., Paul-Lange,
Zwei, Busch & Müller, etc. über die neuesten Produkte und Innovationen
informieren. Aber wohin mit den ganzen eingekauften Dingen? Auch dafür fand
sich eine Lösung, denn die Space-Vans der Firma SpaceCamper zeigten
eindrucksvoll, wie man aus einem Van ein RAUMschiff machen kann.
Bei Technik-Workshops gaben die Werkstatt-Profis Reparatur- und Wartungstipps
und bei einer Firmenbesichtigung mit Heiko Müller oder Markus Riese konnte man
mehr über die internen Abläufe bei reise und müller lernen. Wer hätte denn
gedacht, dass Maßstäbe in Sachen Qualität bereits beim Laufradbau gesetzt
werden – hier bedient man sich der Geschwindigkeit von Maschinen, verzichtet
aber nicht darauf auch noch die letzte Speiche von erfahrenen Mitarbeitern
prüfen zu lassen. Neben dem Laufradbau bekamen wir auch Einblicke in die
Montage der hochwertigen Räder. Heiko Müller schilderte uns die Anfänge, wo auf
Messen der Prototyp des Birdy vorgestellt wurde und sich ein Taiwanese mit den
Worten „I want to build this bicycle…“ interessiert gezeigt habe. Die damals
entstandene Lieferantenbeziehung bestehe übrigens bis heute, so Heiko Müller.
Über die Verpackung und das Lager gelangten wir in den Keller zur
Versandabteilung. Hier können Speditionen und Paketdienste auch bei
schlechtestem Wetter die Räder im Trockenen einladen.
Neben den zahlreichen Workshops konnte sich die interessierten Gäste auch auf
dem Fahrrad verknügen, denn es gab organisierte Radtouren, die einem Darmstadt
und den Odenwald näher brachten. Die drei angebotenen Touren waren: Tour 1:
Darmstädter Sehenswürdigkeiten (ca. 15 km), Tour 2: Genussradeln durch
Darmstadts Umgebung (ca. 30 km) und Tour 3: Odenwald light – sportlich, aber
dennoch zum Genießen (ca. 50 km). Während sich z. B. Jan der Tour 3
angeschlossen hatte, wählten Frank und ich die Tour 1. Dabei wurden uns von
zwei charmanten Fremdenführerinnen des Darmstädter Stadtmarketing die
Sehenswürdigkeiten der Stadt näher gebracht. Wir sahen den Luisenplatz mit dem
Ludwigsmonument, die Russische Kapelle und den Hochzeitsturm und wer wollte,
konnte auf der Mathildenhöhe bei herrlichem Wetter einen Kaffee genießen.
Highlight war aber wohl für alle die sog. Waldspirale ein Wohnkomplex,
gestaltet vom Wiener Künstler Friedensreich Hundertwasser.
Wieder zurück am Firmensitz konnte man sich mit Grillwürstchen, Steaks,
Salaten, Kuchen und Getränken stärken und anschließend an einem Wettbewerb für
die Fahrräder von riese und müller teilnehmen. Hier hatten auch diejenigen eine
Chance zu gewinnen, die sich vorher nicht ausmahlen konnten, einen Preis für
Ihr Fahrrad zu erhalten. Die Jury um Markus Riese und Heiko Müller ließ die
stolzen Besitzer ihre Zweiräder bereitstellen und entschied – unter Ausschluss
der Öffentlichkeit – über die würdigen Gewinner. Dabei zeigte die Jury auch
Fantasie bei der Wahl der Kategorien, denn wenn ein Fahrrad mal nicht in die
vorgegebenen Award Winning Kategorien passte, wurden kurzer Hand neue Awards
aus der Taufe gehoben.
So gewann Jan den Preis für die weiteste Anreise (er war extra aus Holland
gekommen, um an dem Wettbewerb teilzunehmen ;-)). Der Preis für das
individuellste Fahrrad ging an Hartwig, er mit seinem 1995er Birdy Elox und
viel Liebe zum Detail diese Kategorie haushoch gewann. Das leichteste Fahrrad
wog gerade mal 10,7 kg, von Markus Riese persönlich überprüft (ein Birdy
Speed). Das älteste Fahrrad war auch ein Birdy, gewann aber nur einen
Trostpreis, weil Mitarbeiter/innen selbst verständlich vom Wettbewerb
ausgeschossen waren (gegönnt haben wir ihr den Preis aber trotzdem).
Den Scheckheft-Award für das sauberste Fahrrad gewann ein 1997er Birdy Touring
mehr als verdient, denn dessen original Lackfinish war so wunderschön und
makellos dass es eine wahre Freude war (vom plüschigsten Sattel des Wettbewerbs
ganz abgesehen). Den Award für das benutzteste Fahrrad gewann ein schwarzes
Delite mit Reiseausstattung und jeder Menge Erfahrung. Mit meinem Birdy White
fuhr ich nur dicht am Award für das schönste Fahrrad vorbei, durfte mich dann
aber doch noch über den hoch dotierten Adapter-Award freuen (KLICKfix, MKS
Steckpedalen, etc. sei es gedankt). Der Award für das schönste Fahrrad ging
diesmal an Jan, der mit seinem schwefelgelben Radfalter und vielen „auf den
zweiten Blick“-Details überzeugen konnte (da waren z. B. der
Expeditionsgepäckträger und die Schutzblechstreben in Rahmenfarbe gepulvert,
gelbe Kabelbinder und farblich abgestimmte Schraubenkopfabdeckungen, um nur
einige zu nennen). Wir sind gespannt, ob Jan in Zukunft seinen Radfalter mit
einem gelben Bügelschloss vor unerwünschten Ausflügen bewahrt.
Abschließend möchte ich Franks Birdy Red gedenken, das heute seine letzte Tour
mit Frank hatte und in Zukunft die Gegend um Bruchsal erkunden wird und Antje
hoffentlich viel Freude bereitet. Vielen Dank auch noch mal an Jan: Du hast mir
mit Deinem Geschenk eine sehr große Freude bereitet – hast Recht, es passt
wirklich wunderbar zu meinem Birdy :-)). Danke auch an das Team von riese und
müller für den schönen Tag in Darmstadt und die vielen Einblicke. Bis zum
nächsten Mal und allen Birdy-Freunden, die dabei sind, wünsche ich schon jetzt
viel Spaß in Berlin! Gruß Jörg